Mehrheit der Deutschen tappt bei Provisionen im Dunkeln

Fehlende Transparenz bei Vergütungen von Banken und Finanzberatern

Köln, 07. Mai 2013 – Mehr als zwei Drittel der Deutschen weiß nicht Bescheid über die Höhe der Provisionen ihrer Bank oder ihres Finanzberaters und fühlt sich nicht ausreichend informiert. So lautet das Ergebnis einer repräsentativen Studie der GfK im Auftrag von moneymeets.com, der ersten Online-Plattform für Finanzthemen. Und dabei müssen laut Gesetz Banken und Finanzberater ihren Kunden offenlegen, wie viel sie bei der Vermittlung von Finanzprodukten, zum Beispiel Investmentfonds und Wertpapiere, verdienen. Dies scheint jedoch nicht ausreichend durch die Banken zu erfolgen, denn viele Kunden tappen noch im Dunkeln.

In den neuen Bundesländern ist das Informationsdefizit deutlich höher (76 Prozent) als in den alten Bundesländern (67,3 Prozent). Auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während 62,9 Prozent der Männer keine Ahnung von der Provisionshöhe haben, sind es bei den Frauen sogar 75 Prozent. Drastisch sind die Werte bei den jüngeren Altersgruppen: 80,9 Prozent der 18- und 19-Jährigen sowie 77,4 Prozent der 20- bis 29-Jährigen sind absolut ahnungslos, welche Provisionen und Vergütungen rund um ihre Anlagen fließen. Immerhin hat knapp ein Viertel der Deutschen (23,8 Prozent) eine grobe Ahnung, wie hoch die Zahlungen sein könnten.

Nur sechs Prozent der Deutschen geben dagegen an, genau über die Höhe der Provisionen für die Vermittlung und Betreuung ihrer Finanzprodukte Bescheid zu wissen. Und hier haben Frauen sogar leicht die Nase vorne (Männer: 5,9, Frauen: 6,1 Prozent). Besonders gut informiert sind erwartungsgemäß die erfahrenen Jahrgänge, angeführt von den 60- bis 69-Jährigen (8,8 Prozent), gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (8,0 Prozent) und den 50- bis 59-Jährigen (7,3 Prozent).

Gerade Social Investing-Plattformen wie moneymeets machen den klassischen Banken vor, wie zeitgemäße Transparenz bei Provisionen und Vergütungen aussehen sollte: Alle Provisionen werden vollständig und detailliert offengelegt. Die Innenprovision, die ansonsten der Finanzvermittler vereinnahmt wird, wird je nach Aktivitätsgrad an die Mitglieder zurückgezahlt. Darüber hinaus verzichtet die Plattform gänzlich auf Ausgabeaufschläge und sonstige Kosten.

Mehr Transparenz ist notwendig

In der Finanzberatung sowie bei Banken und Sparkassen war es lange Zeit aber auch üblich, Kunden nicht besonders transparent über Rückvergütungen, die aus den offen ausgewiesenen Ausgabeaufschlägen und/oder Bestands- oder Vertriebsfolgeprovisionen an den Berater gezahlt werden, zu informieren. Dieser Praxis hat der Bundesgerichtshof 2006 ein Ende gesetzt.

„Wie die Ergebnisse zeigen, reagiert die klassische Finanzbranche nur mit Salami-Taktik: Man macht soviel wie nötig und reagiert nur, wenn Kunden explizit nachfragen – alle anderen bleiben im Dunkeln. Die Chance, durch wirkliche Transparenz die Kunden zu überzeugen und Vertrauen nachhaltig zurückzugewinnen, wird vertan. Hier rennen wir mit moneymeets und unserer absoluten Transparenz zu allen Provisionen über alle Finanzprodukte hinweg offene Türen ein“, bewertet moneymeets-Gründer Johannes Cremer die Ergebnisse der Umfrage.