Profitieren - und gleichzeitig etwas für die Gemeinschaft tun!

Der französische Präsident Macron fordert eine Stärkung Europas, die jedoch für Nettozahler wie Deutschland teuer werden könnte. Während politische Pläne also ein Balanceakt bleiben, können Privatanleger mit nachhaltig investierenden Aktienfonds die Eurozone stärken - und gleichzeitig vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren. Ein Rating erleichtert dabei die Auswahl.

Ein neues Finanzministerium für die EU, eine gemeinsame Verteidigung, ein gemeinsames Asylamt und denselben Satz für Unternehmenssteuern - diese Vision präsentierte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron für Europa. Eine Umsetzung wäre aber vor allem für Netto-Empfängerländer eine gute Nachricht. Nettozahler wie Deutschland hören solche Vorschläge hingegen weniger gerne. Denn Mitgliedsstaaten sollten dafür etwa drei bis vier Prozent ihres BIP als Beitrag einbringen. Das wären für Deutschland mehr als 100 Milliarden Euro im Jahr. Bisher lag der EU-Beitrag bei etwa 28 Milliarden Euro.

Europa für die Zukunft stark zu machen, ist für Politiker also nicht einfach. Zu viele Interessen gilt es dabei zu berücksichtigen. Für Anleger gibt es hingegen eine Möglichkeit, die eigene Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft zu stärken und gleichzeitig etwas für das eigene Portemonnaie zu tun. Sie wählen dafür nachhaltig investierende Fonds und ETFs, die im Euroraum investieren.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Keine Rüstungswirtschaft, ordentliche Arbeitsbedingungen und der sparsame Umgang mit Ressourcen: Die Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien fordern immer mehr Investoren. Ein gutes Beispiel ist die Automobilindustrie: Beobachter rechnen damit, dass in den kommenden Jahrzehnten immer mehr umweltfreundliche Antriebstechnologien und neue Mobilitätskonzepte entwickelt werden. Die in dieser Hinsicht innovativsten Unternehmen dürften in wenigen Jahren auch wirtschaftlich die Nase vorn haben.

In vielen Branchen achten Gesellschaft und Anleger immer stärker darauf, dass Unternehmen ökologische und soziale Standards einhalten. Auch die EU-Finanzaufsicht soll in Zukunft nachhaltige Geldanlagen fördern und sich verstärkt darum kümmern, dass Investoren Umwelt- und Sozialstandards einhalten. „Es ist unverzichtbar, private Kapitalressourcen in nachhaltige Investitionen zu lenken“, zitiert das Handelsblatt aus dem entsprechenden EU-Richtlinienentwurf vom 20. September 2017.

In der Geldanlage ähnlich kritisch wie beim Konsum

Viele Konsumenten, die bei ihrem Einkauf auf nachhaltig erzeugte Produkte bevorzugen, legen auch bei ihren Geldanlagen einen strengen Maßstab an. Das Angebot von speziell konzipierten Fonds, die gezielt in Branchen wie Energieeffizienz oder erneuerbare Energien investieren, wächst daher. Doch diese Produkte sind oft riskant und machen nur etwa zwei Prozent des gesamten Fondsuniversums aus.

Schließlich geht auch nicht jeder Verbraucher, der nachhaltig produzierte Produkte kaufen will, in den Bioladen. Auch die meisten Anleger bevorzugen herkömmliche Fonds und ETFs, die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Denn Abstriche bei der Rendite zu machen, kommt nur für Wenige in Frage.

Neues Rating von Morningstar

Die Fondsratingagentur Morningstar hat daher ein Sustainability-Rating entwickelt, das herkömmliche Investmentfonds und ETFs bewertet. Es ist auf der ersten Seite der Fondsporträts nachzulesen, die auf der Webseite morningstar.de zu finden sind.

Verschiedene Faktoren aus den Bereichen Soziales, Umwelt und der Unternehmensführung – im englischen unter Environment Social Governance (ESG) zusammengefasst – gehen darin ein. Anleihen und Aktien der Fonds werden anhand dieser Faktoren bewertet und dann wird auf Ebene des Fonds eine Gesamtnote ermittelt. Das Rating stuft die Nachhaltigkeit der Fonds in den Klassen durchschnittlich, über- oder unterdurchschnittlich ein.

„Damit können wir Anleger eine Zusatzinformation zu dem Standardrating anbieten, das wir auf Basis von Rendite und Risiko berechnen. Sie können sich damit orientieren, wie nachhaltig ein Fonds investiert“, sagt Morningstar-Analyst Ali Masarwah. Nachhaltigkeit umfasst dabei mehr nur auf Umweltfaktoren. Eine gute Unternehmensführung, Schutz der Arbeitnehmerrechte weltweit unter Berücksichtigung der Lieferkette gehören dazu.

Hand mit Stapel aus Euro-Münzen

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Euroland-Aktien: Performancestark und nachhaltig

Wer Spitzenfonds hinsichtlich Risiko und Chance sucht, kann sich wie immer am Morningstar-Rating orientieren. Die Höchstwertung von vier oder fünf Sternen erreichen dabei 112 Portfolios. Wer jedoch von diesen Produkten nur solche Fonds und ETFs berücksichtigen will, die auch beim Thema Nachhaltigkeit mit mindestens “überdurchschnittlich” abschneiden, erhält nur noch eine Liste von sechs Kandidaten, von denen vier auch als Sparplan erhältlich sind.

moneymeets Tipp: Clevere Anleger können bei den Fondsgebühren kräftig sparen. Die untere Tabelle zeigt, bei welchen moneymeets-Partnerbanken Sie diese Spitzenprodukte ohne Ausgabeaufschlag kaufen können. Manche Produkte sind auch als Sparplan erhältlich - ebenfalls ohne Ausgabeaufschlag.

Fünf nachhaltige Spitzenfonds für Euroland Aktien

Fonds ISIN Perf. 2017 (in %) Perf. 3 J. (in % p.a.) ohne AA erh.* als Sparplan erh.*
Invesco Euro E. F. LU1240328812 11,0 10,3 1,3 3
LBBW Dividenden S. DE0009780411 14,0 9,5 1,2,3 1,2,3
HSBC Subst. Eq. FR0000437113 13,2 9,2 1,2 -
Seven UCITs Europ. LU1229130742 14,3 9,1 1 1
Mirova Euro Sust. LU0914732085 9,8 8,4 1 1

*1 = comdirect, 2 = DAB BNP Paribas, 3 = FFB, 4 = Fondsdepotbank

Quellen: Morningstar; moneymeets.com (Stand: 27.9.2017)

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