Ein Comic, der auf dem Bank Blog erschienen ist, bringt es auf den Punkt: Zu sehen ist ein Meeting bei der XY-Bank. Einer der Teilnehmer sagt: „Die Digitalisierung ist noch weit weg. Für unsere Bank wird sich in nächster Zeit wenig ändern.“ Und vor dem Fenster sieht der Leser eine riesige COVID-19-Abrissbirne kurz vorm Einschlag.

Bereits vor Corona war Banken und Sparkassen klar, dass sie ihre Systeme und Angebote weiter digitalisieren müssen. Allerdings wurden viele Projekte nicht mit oberster Priorität angegangen. Das änderte sich mit dem Lockdown schlagartig – digital sein ist nun keine Option mehr, sondern in Zeiten reduzierten persönlichen Kontakts und einer stark gestiegenen Nutzung digitaler Tools essentiell. Die rasanten Steigerungen bei den mobilen Bezahlverfahren sind nur das deutlichste Zeichen eines auf Dauer angelegten Wandels. Durch die erschwerten Filialbesuche nimmt auch die digitale Kommunikation massiv zu, was eine Umstellung auf moderne CRM-Systeme erfordert. Und der nun eingeschränkte Vor-Ort-Vertrieb wird durch digitale Angebote ergänzt werden müssen, in denen Kunden und Berater digital interagieren oder Kunden komplett eigenständig Produkte wie Geldanlagen oder Versicherungen online abschließen können.

Nachfrage bei moneymeets stark gestiegen

Den erhöhten Bedarf nach digitalen Tools bemerkt auch moneymeets-Geschäftsführer Johannes Cremer: „Die Nachfrage nach unseren Anwendungen hat stark angezogen. Wir sprechen mit zahlreichen Banken, Sparkassen und Versicherern und machen mehr Geschäft als vor der Krise.“ Dass sich die Zusammenarbeit mit moneymeets lohnt, zeigen Kooperationen etwa mit der Sparkasse Duisburg und der Sparda-Bank West, die den Digitalen Versicherungsmanager nutzen. Mit dieser Anwendung können Kunden Versicherungen in einen digitalen Vertragsordner übertragen, ihre Policen nach Qualität und Preis überprüfen und neue Verträge abschließen.

Der Digitale Versicherungsmanager ging bei der Sparkasse Duisburg Mitte Januar live und kam hauptsächlich im berater-gestützten Filialvertrieb zum Einsatz. Als aufgrund der Pandemie zahlreiche Filialen schließen mussten, fielen Beratungstermine aus. Doch auch während des Lockdowns konnten Kunden der Sparkasse Duisburg den Digitalen Versicherungsmanager weiterhin nutzen, da sie sich auch online selbst beraten konnten. Bei Fragen hatten sie zusätzlich die Möglichkeit, sich telefonisch an das Service-Center zu wenden. „Bei den Kunden kommt der Digitale Versicherungsmanager sehr gut an und wird mittlerweile noch intensiver als vor der Pandemie genutzt“, sagt Cremer.

Aktiver Vertrieb während des Lockdowns

Auch die Sparda-Bank West profitiert von der Anwendung während der Corona-Krise. Ursprünglich wollte sie den Digitalen Versicherungsmanager erst im Sommer 2020 launchen. Als sie ihre Filialen schließen musste, zog sie die Einführung der Anwendung vor. moneymeets reagierte extrem flexibel, sodass die Anwendung innerhalb von drei Wochen live war. „Die Berater waren sehr froh, dass sie trotz Lockdowns vertrieblich und beratend aktiv sein konnten“, so der moneymeets-Geschäftsführer.

Klar ist, dass die COVID-19-Pandemie eine enorme Belastung für Banken und Sparkassen darstellt. Doch die oben genannten Beispiele zeigen, dass die Krise durchaus eine Chance sein kann und Institute gestärkt aus ihr gehen können, wenn sie die digitale Transformation aktiv vorantreiben.