1,5 Billionen Dollar für Trumps Steuerpläne

Bei seiner Wahl vor fast einem Jahr hatte US-Präsident Donald Trump große Pläne: Es sollte eine Mauer gebaut werden, um Flüchtlingsströme einzudämmen, die Gesundheitsreform sollte außer Kraft gesetzt und so Billionen gespart werden, die dann gigantische Steuererleichterungen finanzieren sollten. Nachdem viele Vorhaben des Präsidenten keine Mehrheit fanden, gibt es beachtliche Fortschritte beim Steuerprogramm. Und die Wallstreet reagiert begeistert.

US-Präsident Donald Trump scheiterte zwar bisher mit seinen Plänen, die US-Gesundheitsreform Obamacare wieder abzuschaffen. Denn er fand keine Mehrheit im US-Senat. Doch unlängst gab der Finanzausschuss des Senats grünes Licht dafür, dass der hochverschuldete US-Haushalt in den nächsten zehn Jahren noch einmal um 1,5 Billionen Dollar überzogen werden kann. Auch der Senat stimmte zu.

Damit hat Donald Trump freie Fahrt für die geplante, teure Steuerreform. Neben diversen Geschenken an die US-Konsumenten sollen vor allem US-Unternehmen entlastet werden. So ist geplant, den Satz für die Kapitalertragssteuer von 35 auf voraussichtlich 20 oder 25 Prozent zu senken. Das würde die Gewinnsituation vieler Firmen auf einen Schlag verbessern. Und weil dieser Schritt die USA unter den Durchschnitt der Industriestaaten drücken würde - wird das Land auch als Firmenstandort attraktiver.

Neue Rekordstände bei S&P 500 und Nasdaq

Die Wall Street reagiert daher begeistert. Der Dow Jones Industrial, S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq verbuchten nach dieser Nachricht neue Höchststände. Allein in diesem Jahr legte der marktbreite Index S&P 500 in diesem Jahr um 14 Prozent zu, die Nasdaq stieg um 24 Prozent.

Das Problem für Euro-Anleger: Weil auch der Euro seit Januar um mehr als elf Prozent gegenüber dem US-Dollar zugelegt hat, blieb bei US-Standardaktien unterm Strich nur ein leichtes Plus.

Zudem dauert der Aufschwung an den US-Börsen jetzt bereits seit Anfang 2009 an. Die Gefahr scheint also groß, dass der Hype bald vorbei sein könnte und Anleger womöglich den falschen Einstiegszeitpunkt erwischen.

Für Sparplananleger gibt es keinen falschen Einstiegszeitpunkt

Zugegeben: Nach acht Jahren Börsenrallye ist der Markt bereits gut gelaufen und die Kurse stehen hoch. Das Risiko einer Marktkorrektur in den nächsten Jahren steigt daher.

Doch ein Performancevergleich der besten US-Aktienfonds auf Zehn-Jahres-Sicht zeigt, dass Anleger, die im Herbst 2007 - und damit kurz vor der Finanzkrise in den Markt eingestiegen sind - mit Sparplänen deutlich stets besser abgeschnitten haben als mit Einmalbeträgen. Denn Sparplananleger, die regelmäßig einen gleich hohen Betrag investieren, kaufen automatisch mehr Fondsanteile, wenn die Kurse niedrig stehen und weniger, wenn sie hoch stehen.

Bei den besten Fonds fiel in den vergangenen zehn Jahren die Sparplanrendite unterm Strich jährlich um vier bis sechs Prozentpunkte besser aus als die durchschnittlich jährliche Performance bei einem Einmalinvestment. So erzielten Einmalinvestoren, die im November 2007 in die besten US-Aktienfonds investiert haben durchschnittlich zwischen 3,8 und 7,9 Prozent Plus per annum. Sparplananleger schafften hingegen jährlich im Mittel eine Performance zwischen 10,1 und 12,1 Prozent.

Fondssparpläne zu Großanlegerkonditionen!

Doch Gebühren mindern die Renditen. Daher lohnt es sich auf günstige Konditionen zu achten. So wurden beim Vergleich in der unteren Tabelle keine Ausgabeaufschläge berücksichtigt. Diese Kaufgebühr liegt beim Bestperformer aus dem Hause Vontobel bei maximal fünf Prozent. Wer also 100 Euro monatlich investiert, dem würden davon fünf Euro abgezogen und es könnten sich nur 95 Euro verzinsen. Das klingt nicht schlimm: Doch ein solcher Sparplan hätte mit Ausgabeaufschlag in zehn Jahren 21.358 Euro eingespielt. Ohne die Kaufgebühr zu zahlen, wären es 22.426 Euro. Und über die Partnerbanken von moneymeets sind alle genannten Top-Aktien-Fondssparpläne ohne Kaufgebühr zu beziehen.

Bei Fonds und ETFs mindern zudem jährliche Gebühren eins zu eins die Rendite. Beim Bestperformer von Vontobel liegt beispielsweise die jährliche Total Expense Ratio (TER) bei 2,09 Prozent. Wenn ein solcher Fonds zehn Prozent Rendite ausweist, würde sie vor Kosten bei 12,09 Prozentpunkten liegen.

Aktienfonds mit Währungsabsicherung für Euro-Anleger

Im ersten Halbjahr haben die Verluste des US-Dollars gegenüber dem Euro den Gutteil der Gewinne auf dem US-Aktienmarkt gekostet. Bei währungsgesicherten Fonds auf US-Aktien sind solche Verluste nicht möglich.

Denn Schwankungen , die auf Verschiebungen bei den Devisenkursen zurückzuführen sind, werden ausgeschlossen. Dabei nutzen Fondsmanager diverse Derivate und Absicherungen, um die Risiken so kostengünstig wie möglich auszuklammern.

Sparpläne auf US-Aktienfonds (währungsgesichert) mit Top-Rating

Die Tabelle zeigt ausschließlich Fonds mit Top-Ratings der Fondsratingagentur Scope. Interessierte erfahren zudem, bei welchen moneymeets-Partnerbanken die Sparpläne ohne Ausgabeaufschläge gekauft werden können.

Fonds ISIN Perf. 10 J. in % p.a. (Einmalanlage) Perf. 10 J. in % p.a. (Sparplan) Sparplanergebnis* ohne AA erh. **
Vontobel F.-US E. LU0218912151 7,2 12,1 22.426 3,4
Robeco BP US Prem. LU0320896664 6,7 11,3 21.472 3,4
JPM US Select E. Plus LU0281482918 6,2 11,3 21.459 3,4
Threadneedle Lux Am. LU0198731290 7,9 11,0 21.125 1,3
Intech US Core A IE0032746970 5,6 11,0 21.108 2,3,4
JPM US Select Equity LU0157182857 5,6 10,8 20.901 3,4
BGF US Flexib. Equity LU0200684693 3,8 10,1 20.215 3,4

*Sparplanergebnis: Unterstellt wurde eine monatliche Zahlung von 100 Euro, also insgesamt 12.000 Euro in zehn Jahren Laufzeit. Es wurde kein Ausgabeaufschlag im Vergleich berücksichtigt.

*1 = comdirect, 2 = DAB BNP Paribas, 3 = FFB, 4 = Fondsdepotbank

Quellen: Scope Fondsportal, fondsweb, moneymeets.com (Stand: 22.10.2017)

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