Im letzten Jahr stieg die Zahl der Besitzer von Aktien oder Aktienfonds um mehr als eine Million. Dieser Zuwachs täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass der Großteil der Bevölkerung die Anteilsscheine eher skeptisch betrachtet. Die Zahlen und Hintergründe im Überblick.

Aktien erfreuen sich bei den Deutschen wachsender Beliebtheit. Dies zeigen die Aktionärszahlen 2017, die das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am vergangenen Montag veröffentlicht hat.

Im abgelaufenen Jahr stieg die Anzahl der Aktionäre und Besitzer von Aktienfonds um 1,1 Millionen – ein Zuwachs von zwölf Prozent gegenüber 2016. Damit ist erstmals wieder das Niveau von vor Beginn der letzten Finanzkrise im Jahr 2007 erreicht worden.

Die jüngst veröffentlichten Zahlen zeigen zwar eine positive Entwicklung, sie täuschen aber nicht darüber hinweg, dass der größte Teil der Bundesbürger dem Aktienmarkt gegenüber eher skeptisch ist.

Aktienakzeptanz weiterhin niedrig

Insgesamt besaßen im Jahr 2017 10,1 Millionen Menschen bundesweit Aktien oder Aktienfonds, was einem Anteil von 15,7 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht. Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt Deutschland damit deutlich hinterher: In den USA besitzt jeder vierte Einwohner Aktien. Noch höher liegt der Anteil der Aktionäre nur in den Niederlanden mit knapp 30 Prozent.

Ältere Besserverdiener dominieren die Statistik

Bei der Betrachtung der Daten des Deutschen Aktieninstituts nach demographischen Merkmalen zeigt sich ein relativ deutliches Bild: Die Altersgruppen von 40 bis 49 Jahren (19,2 Prozent) und von 50 bis 59 Jahren (20,8 Prozent) weisen die höchste Affinität für Aktieninvestments auf.

Bei den unter 40-Jährigen nutzt hingegen nur jeder Zehnte Aktien zur Geldanlage. Innerhalb dieser Gruppe nimmt der Anteil der Aktionäre rapide ab, je jünger die Anleger sind. Dieser Trend ist nach Meinung des DAI darauf zurückzuführen, dass jüngere Menschen tendenziell über ein eher niedriges Haushaltseinkommen verfügen und daher nur selten in Aktien investieren.

West-Ost-Gefälle

Sowohl im Osten als auch im Westen der Republik hat der Anteil der Aktienbesitzer an der Gesamtbevölkerung im vergangenen Jahr stark zugenommen. In den alten Bundesländern fiel der Zuwachs mit 12,9 Prozent jedoch deutlich stärker als in den neuen (+7,8 Prozent).

Ingesamt sind im Westen 16,9 Prozent aller Einwohner in Aktien investiert, im Osten liegt die Gesamtquote bei lediglich 11,2 Prozent. Ein Grund dafür sei laut DAI die niedrigere Wirtschaftskraft der östlichen Bundesländer.

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Anreize für Aktieninvestments schaffen

Um die Akzeptanz von Aktien allgemein zu erhöhen, müsse sich nach Ansicht des DAI vor allem die Einstellung der Deutschen zu selbigen als Instrument der Altersvorsorge ändern. Andere Länder wie die USA, Schweden oder die Niederlande zeigen, wie Aktien den Menschen dort erfolgreich bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter helfen.

Zudem müsse die steuerliche Diskriminierung von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen beseitigt werden. Dividenden werden sowohl auf Unternehmensebene als auch auf Aktionärsebene besteuert, in der Summe liegt die Belastung bei rund 50 Prozent. Zinserträge werden jedoch nur mit 25 Prozent (ohne Berücksichtigung von Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag) belastet.

Eine mögliche Lösung, die der DAI vorschlägt, könnte sein, nur einen Teil der Dividenden zu versteuern und im Sinne der Altersvorsorge Gewinne aus dem Verkauf von Aktien nach einer gewissen Haltefrist von der Steuerpflicht freizustellen.

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